Ein Reisbericht von meiner ersten Reise mit NCL - Norwegian Pearl vom 12.05.2007 - 19.05.2007

Unsere Reise führte uns von Düsseldorf über Kopenhagen nach Seattle, dem Einschiffungshafen unserer Reise mit der Norwegian Pearl durch die "Innside Passage".

Soviel vorab: Naturliebhaber, die den langen Weg nicht scheuen, kommen bei dieser Reise so richtig auf ihre Kosten.

Nachdem unsere Nachbarn uns am Vorabend unser Abreise noch mit einer Flasche Sekt überraschten, brachen wir gegen fünf Uhr morgens Richtung Flughafen Düsseldorf auf. Unser individuell gebuchter Flug nach Seattle via Kopenhagen mit der SAS sollte um acht Uhr starten. Trotz meiner Flugangst reise ich gerne und viel. Nachdem wir im relativ neu wirkenden Airbus der SAS gegen 08.oo Uhr Platz genommen hatten, teilte der Kapitän mit, es gäbe ein Problem mit dem Triebwerk und der Abflug würde sich um etwa eine Stunde verzögern, wenn die Techniker aus Kopenhagen anreisen müssten, könne es auch den ganzen Tag dauern.....Nach zwei Stunden landeten wir problemlos auf dem hektischen, unsympathischen Großflughafen von Kopenhagen, wo uns die angedrohte Wartezeit von 8 Stunden blühte, der Weiterflug nach Seattle mit einem großen Airbus war dann recht angenehm. Beim nächsten Mal würde ich in jedem Fall einen der wenigen Direktflüge zum Beispiel mit Northwest ab Amsterdam wählen.

In Seattle übernachteten wir im Grand Hyatt Seattle, einem angenehmen, zentral gelegenen Hotel mit gesalzenen Preisen.
Das Einchecken im Cruise Terminal gestaltete sich für Europäer als etwas langwierig, allerdings war die Begrüßung ausgesprochen freundlich.
Die Kabine habe ich im Forum unter der Rubrik "Kabinentipps Pearl" beschrieben.
Unsere Route sah wie folgt aus: Seattle - Juneau - Skagway - Glacier Bay - Ketchikan - Victoria

In Juneau, der Hauptstadt Alaskas hatten wir einen Ausflug gebucht.. "Mendenhall Glacier and Wildlife Quest".
Nach einer Busfahrt zum wenig spektakulären und touristisch vermarkteten Mendenhall Glacier ging es mit dem Boot durch eine wunderbare Szenerie, bei der Wale und Weißkopfadler beobachtet werden konnten.

Ich habe wirklich schon viel gesehen, aber diese Landschaft ist nur mit dem Ausdruck "majestätisch" zu beschreiben.

In Skagway unternahmen wir eine Fahrt mit der "White Pass Scenic Railway", die uns in einem historischen Zug ( und teilweise auf historischen Schienen) durch landschaftlich reizvolle Gebiete führte. Für Eisenbahnfans sicherlich ein Highlight, mir ging das Geschaukele dann etwas zu lange.

copyright: Peter Diehm Glacier Bay

Der Höhepunkt der Reise war die Fahrt durch die "Glacier Bay". Begleitet von kleinen Eisschollen erreichten wir den Gletscher am Vormittag und konnten beobachten wie sich Eisbrocken, begleitet von einem Grollen" von dem Gletscher lösten. Der Kapitän gab sich alle Mühe, das Schiff immer richtig zu platzieren und ich wunderte mich, wie nah er sich an den Gletscher herantraute.

Ein wirklich einmaliges Naturschauspiel.

Bild 11 copyright: Peter Diehm

copyright: Peter Diehm Blick auf die Glacier- Bay aus dem "Bridgeviewroom" der Norwegian Pearl

In Ketchikan haben wir den Ausflug "Misty Fjord and Wilderness Explorer" gebucht. Der Misty Fjord präsentierte sich als eine Kopie Norwegens. Der örtliche Veranstalter hatte bei der Tierbeobachtung sehr eilig und zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck in eine "Touristenfalle" getappt zu sein.

An Tieren waren Robben, Weißkopfadler und ein Bär ( der sich aber schnell wieder versteckte) zu beobachten.

copyright: Peter Diehm Misty Fjords

Fazit: Eine traumhafte Reise, die ich gerne wiederholen möchte, auf einem in allen Punkten perfekten Schiff.